Kiez um den Ludwigkirchplatz

Der großzügig angelegte, elegante Ludwigkirchplatz erstreckt sich unweit des Restaurants Hamlet und bildet den Mittelpunkt eines beliebten Berliner Kiezes. Mit seiner neugotischen Basilika, einer liebevoll gepflegten, symmetrischen Grünanlage mit Fontänenbrunnen, schattigen Bänken und farbenfrohen Blumenbeeten bildet er eine wahre Oase inmitten der Großstadt.

Geprägt wird der Platz durch die im Jahre 1897 fertiggestellte, malerisch gelegene Kirche St. Ludwig. Die Türen dieses besonderen Anziehungspunktes stehen zeitweise auch außerhalb der Gottesdienste offen. Hier werden auch Berliner aus anderen Bezirken getraut oder getauft, und für Bekanntheit über die Grenzen des Berliner Bezirkes Wilmersdorfs hinaus sorgen nicht zuletzt die Chöre der Gemeinde.

Als Initiator der heutigen Franziskanerkirche gilt der Zentrums-Politiker Ludwig Windthorst (1812-1891), nach dessen Namenspatron Ludwig IX. sie benannt wurde. Dieser "Heilige König" von Frankreich (1214-70) soll einem Ritter aus dem Geschlecht der "Wilmersdorfer" auf einem Kreuzzug aus Dankbarkeit sein Schild geschenkt haben, weshalb im Stadtwappen von Wilmersdorf sowie vor dem Eingangsportal und in der Ludwigkirche noch heute die Lilie der Bourbonen zu finden ist.

Schon in der Gründerzeit entwickelte sich die Gegend um den Ludwigkirchplatz herum zu einem beliebten Wohn- und Flanierviertel, dessen Attraktivität bis heute ungebrochen ist. Damals gingen die Bauherren in dieser Gegend sehr großzügig mit Wohnraum um, auch zur Freude der heutigen Mieter.

Das Viertel verkörpert den alten Charme des Berliner Westens und ist bei Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens beliebt. So ist es nichts Ungewöhnliches, auf Straßen und Plätzen, in Cafés und Restaurants den einen oder anderen Prominenten zu treffen.

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