Unser Name

Der berühmte Berliner Kabarettist Dr. Seltsam hat sich freundlicherweise bereiterklärt, Ihnen (und endlich auch uns!) zu erläutern, warum das Hamlet eigentlich "Hamlet" heißt.


Sehr geehrte Gäste und Besucher des Hamlet in Berlin!

Sie befinden sich in einem Restauraunt mit französisch-orientalischer Küche und spanischen Weinen, das den berühmten Namen Hamlet trägt, jenes dänischen Prinzen aus dem Drama Shakespeares, in dem am Ende bekanntlich alle tot sind.

Wir möchten Ihnen diesen Zusammenhang erklären, und auch wenn Sie nicht Spezialisten für englische Renaissanceliteratur sind und das Hamlet-Drama nicht auswendig können, wird Sie unsere Darstellung begeistern. Wir bewegen uns nämlich nahe am Text und lösen so einige Rätsel um die Identität des Lokals:


Das doppelte Hamlet-Geheimnis

Hamlet, Prinz von Dänemark hat im anhaltinischen Wittenberg studiert, die Stadt, in der Luther Professor für Theologie war, Symbol für die fortschrittlichste Wissenschaft der damaligen Zeit, die antikatholische Theologie der Reformation.

Aus seinen Studienjahren hat Hamlet die beiden deutschen Studenten Rosenkranz und Güldenstern mitgebracht, Freunde, mit denen er zusammenbleiben will und ein wenig den Zauber der Studententage zu verlängern versucht, mit gutem Essen und spanischem Wein, bevor die Härte des Erwachsenenlebens zuschlägt.

Die Verbindung zu dem, was wir Ihnen in unserem Restaurant Hamlet bieten, liegt auf der Hand: Abstand finden von den Härten des Lebens, Erinnerungen an die Jugend, jugendliches Feuer in spanischem Wein. Aber wer Shakespeares Hamlet kennt, weiß, dass nun die Tragödie beginnt:


Hamlets Vater wird ermordet und er selber wird mit seinen Freunden auf eine Abenteuerreise in die südlichen Meere geschickt: nach Frankreich, in dessen Häfen sie Entrecote vom Grill mit Tymian-Kartoffeln, Kräuterbutter und Salat bestellen, genauso wie sie es heute im Hamlet bestellen können. In den südfranzösischen Häfen gibt es genau wie im Hamlet Scampis in Olivenöl gebraten mit Knoblauch und Kräutern zu speisen, und die dänischen Freunde werden es mit genau derselben exotischen Freude gekostet haben wie Sie heute als Gast im Hamlet.

Die nächsten Stationen waren Spanien und die Rioja-Weine und schließlich die Säulen des Herkules (= Die Straße von Gibraltar) und die exotischen Häfen des Orients: Tanger und das Menu à la Carte (Vorspeise: Garnelensalat mit frischen Früchten in Honig-Curry-Sauce auf Blattsalat; Hauptgang: Cous Cous Royale mit Lamm, Poulardenbrust, Merguez und Gemüse; Dessert: Crème brûlée), die Ruinen Karthagos und schließlich Alexandria und die unvergleichlichen gefüllten Datteln mit Lammschinken, Salatbouquet und Crème fraîche.

Für Hamlet war diese Reise das größte Ereignis seines Lebens genauso wie für unsere Gäste das Speisen im Hamlet zu den bedeutendsten Genüssen wird.


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